Wandern

Durch die Schleifmühlklamm zur Kolbensattelhütte und ins Pulvermoos

Ich geh wandern - Sa, 23/12/2017 - 19:11
Durch die Schleifmühlklamm zur Kolbensattelhütte und ins Pulvermoos Navigation starten (Beta)... tomtom Sa, 12/23/2017 - 19:11 Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Stunden 14 Min.
Höchster Punkt: 1285 m
Tiefster Punkt: 823 m
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Höhenprofil und mehr

Berg und Tal kennzeichnen diese abwechslungsreiche Runde durch die Gemeinden Unterammergau und Oberammergau. Es geht durch die wildromantische Schleifmühlklamm hinauf und um den Steckenberg (1.385m) zur Kolbensattelhütte, durch Oberammergau entlang der Ammer und durch das Naturschutzgebiet Pulvermoos.

Wir starten am Bahnhof Unterammergau, wo die Ammergaubahn von Murnau aus Halt macht. Wir überqueren die Ammer. Die Ammer ist der Oberlauf der ab dem Ammersee genannten Amper. Sie hat ihre Quelle südlich von Oberammergau im Ammergebirge, hat eine Länge von 168km und mündet nordöstlich von Moosburg in die Isar.

Wir biegen in die Pürschlingstraße von der wir in die Straße Dorfplatz einbiegen. An ihr und der Dorfstraße liegen einige alte Bauernhäuser aus der Zeit ab dem 18. Jahrhundert. Wir sehen die Pfarrkirche St. Nikolaus im historischen Ortskern. Der barocke Saalbau stammt aus dem Jahr 1709 und zeigt sich mit einem Zwiebelturm. Ihr Hochaltar entspricht dem Rokoko-Stil und das Chorgestühl dem Klassizismus.

Über die Pfarrgasse gehen wir zur Schleifmühlenlaine, kommen an einem Wassertretbecken und an einer Marienkapelle (Lourdesgrotte) vorbei sowie zum Bergfriedhof mit der Friedhofskapelle. An der Pürschlingstraße steht die Wetzsteinmühle.

300 Jahre lang war die Wetzsteinmacherei ein wichtiger Handwerkszweig in Unterammergau. Die Wetzsteine wurden unter anderem zum Schärfen von Sensen benötigt. In der Wetzsteinmühle ist ein kleines Wetzsteinmuseum. Die Schleifmühlkapelle ist ein kleiner Kapellenbildstock am Weg, der um 1700 an der Stelle errichtet wurde, wo die Wetzsteinmacher in die Steinbrüche gingen.

Über die Schleifmühlenlaine wandern wir in die malerische Schleifmühlklamm, gehen über Brückchen, ein Teil der abwechslungsreichen Klamm ist seilgesichert und wir genießen die Stimmung entlang des Flüsschens, dass sich über kleine Wasserfälle ins Tal hinab arbeitet. Sehr schön!

Nach etwa 2,5km stoßen wir auf den Wanderweg Pürschlingstraße und es geht weiter bergauf, vorbei an der Schleifmühlenalm und wir folgen der Schleifmühlenlaine, die wir etwa nach 3,8km verlassen. Wir sind von etwa 830m bis hierher auf etwas unter 1.200m angestiegen. Der Weg führt dann in südöstliche Richtung zur Kolbensattelhütte und zum höchsten Punkt der Runde. Es geht durch hübschen Bergwald. Auf die Kolbensattelhütte führt auch ein Lift von Oberammergau aus.

Wir gehen weiter gen Osten, treffen den Kolbenbach und kommen zur Kolbenalm. Zielrichtung ist Oberammergau. Bevor wir in die Ortsbebauung gelangen, kommen wir an der stattlichen Kreuzigungsgruppe Oberammergau vorbei, nach gesamt etwa 7,8km. Das Steindenkmal wurde von König Ludwig II. gestiftet und war bei der Errichtung 1875 mit seinen 12m das größte der Welt.

In Oberammergau überqueren wir die Ammer und begleiten ihren Lauf an ihrem östlichen Ufer. Der Ortskern mit Baudenkmälern sowie Lüftlmalereien und der St. Peter und Paul Kirche liegen östlich von uns. Man könnte eine Ortsbesichtigung unternehmen.

Uns zieht es jedoch weiter entlang der Ammer und ins Naturschutzgebiet Pulvermoos. Das hat insgesamt eine Ausdehnung von 131ha und ist damit eines der größten und artenreichsten Flachmoorkomplexe in Bayern. Man findet das Karlszepter sowie eine große Population des Zarten Wollgrases. Das vorkommende Grünland wird in Form von Streuwiesen landwirtschaftlich genutzt. Nach etwa 2,5km durch das geschützte Pulvermoos kommen wir über den Moosweg nach Unterammergau zurück.

Bildnachweis: Von Ordercrazy [CC0] via Wikimedia Commons

Kategorien: Wandern

Dorsten-Altstadtrunde mit Lippeaue, Hervester Bruch und Stopp an der Curry 52

Ich geh wandern - Sa, 23/12/2017 - 11:33
Dorsten-Altstadtrunde mit Lippeaue, Hervester Bruch und Stopp an der Curry 52 Navigation starten (Beta)... tomtom Sa, 12/23/2017 - 11:33 Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Stunden 9 Min.
Höchster Punkt: 47 m
Tiefster Punkt: 25 m
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Höhenprofil und mehr

An der Lippe und dem Wesel-Datteln-Kanal liegen das Naturschutzgebiet Lippeaue und von beiden Wasserläufen umschlungen der Hervester Bruch, auf dessen Feuchtwiesen auch Heckrinder und Störche leben. Diese Gebiete wollen wir heute erkunden.

Die Wanderung beginnt in der Altstadt von Dorsten, wo das mittelalterliche Straßennetz für Kenner noch zu sehen ist. Man findet historische Mauerreste in Dorsten, am Markt steht das Alte Rathaus, das im 15. Jahrhundert als Stadtwaage erbaut wurde. Dorsten, einst eine Hansestadt am Unterlauf der Lippe, liegt rund 24km von deren Mündung in den Rhein entfernt. 

Wir starten am Bahnhof Dorsten, der u.a. vom Borkener (von Borken nach Essen), von der Emschertalbahn aus Dortmund und vom Dorstener aus Oberhausen bedient wird. Das denkmalgeschützte Empfangsgebäude zwischen den Gleisen stammt aus dem Jahr 1880 und steht in der Nähe des Recklinghäuser Tors, am Platz der Deutschen Einheit. Dorsten hat stark unter Beschuss und Zerstörung des Zweiten Weltkriegs gelitten, so dass vom einstigen Fachwerkkern, kaum etwas erhalten geblieben ist.

Wir machen uns über den Busbahnhof auf zur Altstadt. Links sehen wir das moderne evangelische Gemeindezentrum und gegenüber die Johanneskirche aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. 2016 wurde die Johanneskirche profaniert.

In der Nachbarschaft am Südwall ist das Jüdische Museum Westfalen untergebracht, in einem Altbauwohnhaus der Gründerzeit, der um kubische Neubauten ergänzt wurde. Wir gehen über den Südwall zum Alten Stadtgraben, der den Platz aufwertet. Die Recklinghäuser Straße führt zur St. Agatha Kirche, die 1952 an Stelle der zerstörten gotischen Kirche erbaut wurde.

Zum Marktplatz hin steht vor der Kirche das hübsche Alte Rathaus, das im 15. Jahrhundert als Stadtwaage erbaut wurde. Wir wandern durch den inneren Ring, umgeben von der Straße Westgraben und dahinter dem Westwall, in nördliche Richtung.

Durch die Lippestraße geht es zum Lippertor und über die Hochstadebrücke über den Wesel-Datteln-Kanal. Wir sind in inselartiger Lage zwischen dem Kanal und der Lippe. Stationen der Dorstener Geschichte verbreiten Informationen und hier sind die Volkshochschule sowie verschiedene Sportangebote. Blicken wir nach Osten, liegt der ehemalige Zechenhafen zwischen den Wasseradern.

Wir überqueren die Lippe und sind im Bereich von Dorsten-Hervest. Die Uferlagen sind Teile des Naturschutzgebiets Lippeaue. Die Auenlandschaft genießend gehen wir zum Dorf Hervest und zur St. Paulus Kirche, wo wir nach rechts in die Dorfstraße einbiegen und via Buerer Straße die Lippe überqueren. Jetzt sind wir im Hervester Bruch. Das Storchenpaar im Auengebiet wurde auf Werner und Luise getauft.

Wir gehen entlang des Uferbereichs des Weser-Datteln-Kanals, der links von uns fließt. Bei der Wasserschutzpolizei schauen wir uns beim Passieren des Kanals die Große und Kleine Kammer der Schleuse Dorsten an.

Wir kommen durch ein Industriegebiet zur Marler Straße, lassen diese hinter uns und drehen eine Schleife durch die Natur des Barloer Buschs. Über Rapphoffs Mühlenbach und den Schölzbach gehen wir durch die Felder und auf dem Krüskamp nach Feldmark und dort durch die Grünanlagen.

Leckeres Highlight, wer Imbiss mag, ist die alte Tankstelle, heute Curry Station 52, an der Bochumer Straße, die zu einem Stopp einlädt. Spezielles Angebot: Currywurst mit Soßenkompositionen von Sternekoch Björn Freitag, der in Dorsten seinen Goldenen Anker hat – an dem sind wir übrigens schon vorbeigegangen. Das Restaurant ist nahe dem Lippetor und wird in der zweiten Generation von der Familie Freitag geführt, jetzt nicht mehr mit Hausmannskost sondern unter einem Michelin-Stern.

Bildnachweis: Von Ziltoidium [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

Kategorien: Wandern

Traumschleife Grenzblickweg

Ich geh wandern - Sa, 23/12/2017 - 07:53
Traumschleife Grenzblickweg Navigation starten (Beta)... tomtom Sa, 12/23/2017 - 07:53 Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Stunden 6 Min.
Höchster Punkt: 333 m
Tiefster Punkt: 196 m
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Höhenprofil und mehr

Die deutsch-französische Freundschaft ist noch gar nicht so alt. 1963 wurde als formales Zeichen dieser Freundschaft der Élysée-Vertrag durch Bundeskanzler Konrad Adenauer und Präsident Charles de Gaulle unterschrieben.

Gut dass es diese deutsch-französische Freundschaft heute gibt, denn sonst wär das Leben im saarländischen Leidingen alles andere als lustig. Hier verläuft nämlich die deutsch-französische Grenze mitten durch den Ort. Die Neutrale Straße (bzw. Rue de la Frontière) verläuft durch Leidingen. Rechterhand stehen die Häuser auf deutschem Boden, linkerhand sind die Bewohnern Franzosen.

Durch das Grenzgebiet von Frankreich und Deutschland führt der Grenzblickweg, der als eine der Traumschleifen entlang des Saar-Hunsrück-Steigs markiert ist. Die Traumschleife beginnt in Frankreich und zwar an der Kirche der heiligen Jeanne d’Arc im kleinen Ort Leiding, der zur Gemeinde Heining-lès-Bouzonville im Département Moselle gehört.

An der Kirche steht auch das sogenannte Grenzblickfenster (Vue sur la frontière). Hier schaut man hinüber auf den deutschen Teil des Dorfs und ein ebensolches Grenzblickfenster steht denn auch in Leidingen.

Wir wandern durch den Heininger Wald auf Heining-lès-Bouzonville zu, spazieren am Ortsrand entlang und kommen dann zu einer Straße. Diese kreuzen wir nicht, sondern halten uns links und wandern entlang der deutsch-französischen Grenze zu einem Rastplatz. Hier geht es wieder links zum Rastplatz am Breden und zur Gedenkstätte der gefallenen Soldaten, bevor wir wenig später die Grenzen nach Deutschland passieren.

Es geht nun, gesäumt von Streuobstwiesen, zum Ihner Weiher, einem kleinen Angelweiher im Ihner Bachtal. Wir folgen dem Ihner Bachtal südwärts nach Ihn, wie Leidingen ein Ortsteil der Gemeinde Wallerfangen. Ihn ist bekannt für seinen Mispelschnaps, vor Ort etwas derber auch Hunsärschschnaps genannt.

Unterhalb von Ihn kreuzen wir auf Höhe des Hubertushofs die Landstraße L 354 und kommen dann auf der Grenze nach Leidingen. Hier passieren wir die katholische Pfarrkirche St. Remigius, die 1742 errichtet wurde. Der Turm ist allerdings älter und stammt noch aus dem 16. Jahrhundert.

Die letzten Meter des Grenzblickwegs führen uns zum deutschen Grenzblickfenster und dann schließt sich in Frankreich die Schlaufe wieder. Am bunten Grenzstein erreichen wir wieder die Heininger Kirche.

Kategorien: Wandern

Altes Hüttenareal Neunkirchen

Ich geh wandern - Sa, 23/12/2017 - 07:36
Altes Hüttenareal Neunkirchen tomtom Sa, 12/23/2017 - 07:36

Östlich in Neunkirchen und in Richtung des Stadtteils Sinnerthal liegt das Alte Hüttenareal (AHA genannt und als Marke Altes HüttenAreal geschrieben), das auf den Neunkircher Eisenwerken basiert. Das sehr schön herausgeputzte Industriedenkmal ist eine kulturelle Belebung – auch nachts, wenn es in verschiedenen Farben angeleuchtet wird, hat es was Mystisches!

Auf dem Alten Hüttenareal, wo früher Eisen geschmolzen wurde, geht es immer noch heiß her. Statt 40ha Industriebrache pulsiert hier das Leben, beispielsweise in den Kinosälen im Wasserturm oder in den Kneipen und Restaurants auf dem Gelände oder zu Veranstaltungen des Neunkircher Musical-Projekts in der Gebläsehalle. Auch in der einstigen Stummschen Reithalle wird Kultur geboten.

Das Neunkircher Eisenwerk prägte über Jahrhunderte die Stadt und das Leben. Erste Erwähnungen gab es bereits 1593. Die Gebrüder Stumm, Nachfahren einer Unternehmerfamilie aus Sulzbach im Hunsrück, gründeten 1806 eine Firma und die erwuchs sich zu einem großen Montankonzern und zeitweilig zu einem der größten deutschen Industrieunternehmen. 1982 war dann Schluss mit der Roheisenproduktion in Neunkirchen.

Auf dem AHA prägt neben den erhaltenen Hochöfen und den Winderhitzern der Wasserturm die Skyline. Der Wasserturm gegenüber des Gebläsehauses wurde 1936 gebaut und er fasste 2.150 Kubikmeter Wasser. Das war zum Betrieb der einstmals sechs Hochöfen nötig. Vier Kinos sind heute im Wasserturm und in dem Anbau sind Kneipen untergebracht.

Die Hochofenanlage steht neben dem Heinitzbach, der wieder sichtbar gemacht wurde. An Hochofen VI, 1910 errichtet, stehen noch drei Winderhitzer und eine Gichtbühne. Von der Gichtbühne wurden Gichtgase in den Windherhitzer eingespeist und mit Luftzufuhr verbrannt. War der erste Turm knallheiß (1.350°C), kam der zweite zum Einsatz. Der erste wurde durch „einblasen“ abgekühlt und der Heißwind kam dann wieder in den Hochofen. Das ging dann reihum, weswegen an einem Hochofen dann drei Winderhitzer im Temperaturwechsel waren. Neben Hochofen VI ist ansonsten nur noch Hochofen II erhalten. In der Gebläsehalle finden heute etliche Veranstaltungen statt und wenn hier noch einer pustet, dann womöglich in eine Trompete.

Ein weiterer Veranstaltungsort ist die Stummsche Reithalle. Sie war ein Nebengebäude des 1945 zerstörten Herrenhauses der Familie. Die Kinder galoppierten hier Mitte des 19. Jahrhunderts im Kreis. Nach den tierischen PS wurde die Halle als Wagenschuppen genutzt, als Feuerwehrhaus und auch als Lehrwerkstatt. Der Bau ist oktogonal und hat zwei große Rundbogentore als Einlass, der etwas hervortritt. Kulturelle Veranstaltungen finden jetzt hier ihren Rahmen.

Der Neunkircher Hüttenweg leitet den Wanderer von der Reithalle zum Wasserturm und von dort zu den Hochöfen und dem alten Gebläsehaus. Es geht vorbei an einer Eisenstele und dem Hammergraben und zum aus der Landschaft hinausragenden Spitzbunker. Der wurde 1938 achtstöckig gebaut, misst 23m und hatte Platz für 400 Menschen.

Weiter führt der Weg zur Stummschen Kapelle. 1853 wurde sie im neugotischen Stil gebaut und war die Privatkapelle der Familie Stumm. Die Kapelle war Teil eines Landschaftsgartens der sich ans Herrenhaus (1839 bezogen) anschloss. 1933 gab es einen verheerende Gasometerexplosion, bei der 68 Menschen ums Leben kamen und über 190 verletzt wurden. Auch das Gelände wurde in weiten Teilen ausradiert, wobei auch die Kapelle Schaden nahm.

Vorbei am Parkweiher geht der Hüttenweg zur Erbbegräbnisstätte der Familie Stumm, mit einer gußeisernen Stehle aus dem Jahr 1845 und den Gräbern. Auf dem weiteren Rundgang des Hüttenwegs liegt auch das Stumm-Denkmal am Stummplatz. Wie er da so erhaben steht, der Karl Ferdinand Freiherr von Stumm-Halberg, als wäre er extra für so ein Standbild geboren worden, 1836.

Hält man sich vom Alten Hüttenareal südlich und passiert die Bundesstraße B 41 kommt man in den Neunkircher Stadtteil Heinitz. Die Grube Heinitz gilt als Standort, wo bereits die Kelten Steinkohle abgebaut haben. Von 1851-1962 wurde hier im Untertagebau geschuftet. Von der Grube ist in einem kleinen Park der Stolleneingang erhalten, das Mundloch wurde hierher überführt. Zwischen Heinitz und Spiesen liegt der Heinitzer Weiher. Weitere kleine Weiher – Relikte der Bergbauvergangenheit – liegen rund um Heinitz und können auf dem Zwölfweiherweg erkundet werden.

Kategorien: Wandern

Altstadtrunde Freising mit Ausflug zum Bräustüberl Weihenstephan und in den Weltwald

Ich geh wandern - Fr, 22/12/2017 - 19:36
Altstadtrunde Freising mit Ausflug zum Bräustüberl Weihenstephan und in den Weltwald Navigation starten (Beta)... tomtom Fr, 12/22/2017 - 19:36 Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 20 km
Gehzeit o. Pause: 4 Stunden 46 Min.
Höchster Punkt: 522 m
Tiefster Punkt: 444 m
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Höhenprofil und mehr

Die Universitätsstadt Freising mit dem Campus Weihenstephan hat rund 47.000 Einwohner, ist etwa 1.300 Jahre alt und hatte 2017 einen bemerkenswert niedrigen Altersdurchschnitt in der Bevölkerung.

In Freising scheint mit allem etwas üppiger umgegangen worden zu sein: Flusslandschaften mit Isar, Schleifermoosach, Moosach, Stadtmoosach; viele Kirchenbauten und Denkmäler, „Grün“ bestimmt nicht nur einen Teil der Studiengänge, sondern auch das Umland mit dem Weltwald Freising zum Beispiel, zu dem wir von der Innenstadt aus wandern werden. Es lohnt sich, einen Fotoapparat mitzunehmen, weil man sich die vielen Eindrücke vermutlich nicht alle merken wird.

Wir starten am Volksfestplatz an der Luitpoldhalle zwischen Schleifermoosach und Isar. Wir passieren erst die Schleifermoosach, dann die Moosach und kommen ins Herz von Freising mit dem Freisinger Dom, „aufi“ zum Domberg. Gegenüber vom Amtsgericht sehen wir erst die Benediktuskirche. Die Ursprünge der katholischen Kirche gehen auf das 9. Jahrhundert zurück, erstmalige Erwähnung fand sie 300 Jahre später als Grablege des Freisinger Bischofs Korbinian. Mitte des 14. Jahrhundert wurde die heute Kirche errichtet, die ein wundervolles Deckenfresko zeigt. 

Der Freisinger Dom (Mariendom), ausgeschrieben: Dom St. Maria und St. Korbinian ist der dritte Dom an dieser Stelle und es gehen einem die Augen über, wenn man sich drinnen umschaut: üppige Gemälde, Stuckarbeiten, schmucke Altäre. Was von außen schlicht und romanisch daherkommt, ist im Inneren prächtig barock. Die Krypta mit der Bestiensäule ist ebenso sehenswert.

An den Dom schließt sich westlich die Johanniskirche an, eine Stiftskirche von 1321. Auf dem Domberg ist ein buddhistisches Kloster, in der Nähe ist auch das Dom-Gymnasium, die fürstbischöfliche Residenz, ein Diözesan-Museum, auch Dombergmuseum genannt. Es gilt nach dem Vatikan als das zweitgrößte kirchliche Museum der Welt. 

Noch nicht genug Spiritualität? Dann weiter zur Stadtpfarrkirche St. Georg. Wir passieren über das Spanngässchen die Stadtmoosach, rechts davon liegt das Heimatmuseum, Baudenkmäler umgeben uns. Die Stadtpfarrkirche liegt am Marienplatz mit der Mariensäule und dem Rathaus (1907) in Anlehnung von Historismus und Renaissance. Beides liegt rechts von uns, wir gehen links durch die Kirchgasse. Die Stadtpfarrkirche scheint ein Umkehrschluss zum Dom zu sein, von außen erscheint sie mit einem „verspielten“ Turm und Zwiebelhaube, innen ist sie überwiegend klar und weiß gehalten – und wer wissen will, was ein Lamellenaltar ist, kann das hier auch erfahren.

Durch die Prinz-Ludwig-Straße kommen wir am Friedhof vorbei. Der Plantagenweg bringt uns in nordwestlicher Richtung langsam aus Freisings Mitte hinaus. Wir kommen am europäischen Künstlerhaus Schafhof (einst Mustergut von Weihenstephan) vorbei, zu dem wir einen kleinen Abstecher machen müssten. An der Stelle haben wir erst 3,2km gemacht und es geht in die Natur. Zunächst auch an Feldern vorbei und dann durch den Wald gelangen wir zum Weltwald Freising, wo Oberberghausen wüst gefallen ist.

Hier, im Kranzberger Forst, wird durch das Bayerische Landesarboretum „multikulti“ angelegt. Auf 100ha entsteht im Weltwald Freising eine Sammlung von Bäumen aus aller Welt, die man sich als Besucher erschließen kann: Nordamerika, Asien, Mittelmeerregion, Gärten der Kontinente … da ist man mal flugs von den Appalachen bis Korea rund.

Wenn wir den Weltwald verlassen und am Thalhauser Graben anlangen, haben wir etwa 11,5km hinter uns und weitere 4km durch Wald vor uns, runter, rauf und wieder runter an die Thalhauser Straße, linkerhand liegt die Siedlung Am Vogelherd, rechterhand der Ortsteil Vötting. Uns zieht es nach Weihenstephan. Da klingelt so manchem die Werbung mit Rosi Mittermaier und Sohn Felix Neureuther im Ohr.

Der Stadtteil Weihenstephan wurde nach der Abtei Weihenstephan auf dem Weihenstephaner Berg benannt. Nach der Säkularisation entstanden eine Forstschule und ein Musterlandwirtschaftsbetrieb, daraus wurde ein Campus mit dem Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt der TU München. Im Angebot sind die „grünen“ Fakultäten“: Agrar- und Gartenbauwissenschaften, Biowissenschaften, Brau- und Lebensmitteltechnologie, Forstwissenschaft oder Landschaftsarchitektur.

Passend dazu liegt am Weg die Brauerei Weihenstephan (gilt als älteste noch bestehende Brauerei der Welt) und das zugehörige Bräustüberl Weihenstephan. Wir kommen dann durch den Hofgarten und am Korbiniansbrünnlein vorbei. Zwischendrin genießen wir auch immer mal wieder die Aussichten, bevor wir uns wieder zu den Bächen aufmachen: Stadtmoosach, Moosach, Wörthmoosach, Schleifermoosach, über den Fürstendamm zur Isar, um die im positivsten aller Sinne Überfluss-Wanderung abzuschließen.

Bildnachweis: Von Violatan [CC BY-SA 2.0 de] via Wikimedia Commons

Kategorien: Wandern

Durch die Walsumer Rheinaue

Ich geh wandern - Fr, 22/12/2017 - 12:42
Durch die Walsumer Rheinaue Navigation starten (Beta)... tomtom Fr, 12/22/2017 - 12:42 Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Stunde 30 Min.
Höchster Punkt: 30 m
Tiefster Punkt: 10 m
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Höhenprofil und mehr

Ein nördlicher Teil von Duisburg ist Alt-Walsum, Ausgangsort unserer heutigen Rheinwanderung. Duisburg-Walsum bildet einen Stadtbezirk mit sechs Stadtteilen. 1991 entstand das Naturschutzgebiet Rheinaue Walsum, das wir auch kennenlernen werden.

Wenn es dunstig ist über der Auenlandschaft im sogenannten Walsumer Grind, erzeugt die geschützte Landschaft, auch entstanden durch Bergsenkungen des Kohleabbaus, eine ganz besondere Atmosphäre.

Start ist in der Nähe des Friedhofs Alt-Walsum am Parkplatz in der Königstraße. Wir machen uns auf zur St. Dionysius Kirche. Die Pfarre wurde bereits im 9. Jahrhundert gegründet und ein Kirchbau wurde erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt. Die jetzige Kirche stammt aus dem Jahr 1884. Gegenüber ist in der Kaiserstraße die alte Wacholderbrennerei Claus zu sehen. Das Ziegelgebäude ist aus dem Jahr 1891.

Wir wenden uns dem Nordhafen Walsum zu. Das Brückchen würde uns zum Kraftwerk Duisburg Walsum führen, einem Steinkohlekraftwerk, das auf das Jahr 1928 zurückgeht. In der Folgezeit kamen weitere Blöcke dazu. Wir bleiben aber auf unserer Seite und spazieren durch den Rheinbogen, der nach Norden führt.

Wenn wir und 3km gegangen sind, biegen wir in östliche Richtung ins Naturschutzgebiet Rheinaue Walsum ab. Es umfasst rund 521ha, ist Lebensraum vieler artgeschützter Tiere und ein beliebtes Brutgebiet. Munteres Treiben herrscht besonders dann, wenn bis zu 10.000 arktische Bläss- und Saatgänse im Winter das Rheinvorland erstürmen, um hier zu rasten und zu äsen. Im Naturschutzgebiet sind Schutzhütten zwecks Tierbeobachtung zu finden. In der Auenlandschaft sehen wir dornige Hecken und die typischen niederrheinischen Kopfbäume, die als Ergebnis von Holzmangel „erfunden wurden“, um platzsparend Holz zu gewinnen.

Wir gehen durch die Feuchtwiesen entlang der Walsumer Wardtstraße sowie der Oberbrucher Wardtstraße und halten uns dann in südliche Richtung nach Alt-Walsum zurück, wo wir durch die Grünanlage Hobelgasse mit Bolzplatz kommen.

Bildnachweis: Von Matthias Nonnenmacher [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

Kategorien: Wandern

Höcherbergtour (Bexbach)

Ich geh wandern - Fr, 22/12/2017 - 06:32
Höcherbergtour (Bexbach) Navigation starten (Beta)... tomtom Fr, 12/22/2017 - 06:32 Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 19 km
Gehzeit o. Pause: 4 Stunden 29 Min.
Höchster Punkt: 519 m
Tiefster Punkt: 244 m
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Höhenprofil und mehr

Der Höcherberg (518m) ist der höchste Berg der Saarpfalz. Er überragt das nahe gelegene Bexbach um stolze 250m und hebt sich damit deutlich vom Umland ab. Auf dem Gipfel des Höcherberg steht seit über hundert Jahren ein Aussichtsturm. Dieser Höcherbergturm ist Ziel unserer heutigen Wanderung.

Wir beginnen die Rundwanderung am Bahnhof Bexbach, der an der Bahnstrecke von Homburg nach Neunkirchen liegt. Der Bahnhof Bexbach ist das älteste erhaltene Bahnhofsgebäude im Saarland. Gebaut wurde der Bahnhof Bexbach 1849 als Grenzbahnhof zwischen Bayern und Preußen.

Vom Bahnhof Bexbach geht es in die Grünanlage, die sich längs des Bexbachtals erstreckt. Wir kommen vorbei an Hallenbad und Tennishalle und verlassen die Grünanlage am Oberbexbacher Markt. Durch die Frankenholzer Straße kommen wir langsam raus aus dem Bebauungsbereich und erreichen das Feilbachtal.

Vorbei am Golfplatz Websweiler Hof passieren wir die Landstraße L 117 und erreichen dann den Glan, der bei Höchen entspringt und auf rund 90km der Nahe zufließt. Wir begleiten den Oberlauf des Glan ein kleines Stück und biegen dann nach rechts weg, um zum Höcherberg zu wandern.

Auf dem Höcherberg wurde bereits 1893 ein erster Aussichsturm, damals noch aus Holz, errichtet. Der heutige, 26m hohe Höcherbergturm entstand 1913 und wurde 1929 um das Höcherberghaus ergänzt. Vom Turm hat man einen ungetrübten Blick weit nach Norden in den Hunsrück, nach Osten ins Pfälzer Bergland und nach Westen bis in die französischen Vogesen.

Vom Höcherberg geht es hinab Richtung Höchen und weiter nach Frankenholz. Dann sind wir wieder im Wald, passieren den Karlsbrunnen und kommen an der Steinberghütte vorbei. Wenig später treffen wir auf den Hollerbrunnen und kommen dann wieder zurück ins Bexbachtal.

Diesmal nehmen wir die Straße und spazieren auf dem Weg Am Sportpark südwärts nach Bexbach hinein. Wir kommen auf die Maxstraße, die zur Rathausstraße führt. Hier halten wir uns links und gleich die nächste wieder rechts in die Kolpingstraße. Auf Höhe des Bürgerbüros treffen wir auf den Hinweg und spazieren gemütlich zurück zum Bahnhof Bexbach.

Bildnachweis: Von Anna16 [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

Kategorien: Wandern

Neunkirchen (Saar)

Ich geh wandern - Fr, 22/12/2017 - 06:18
Neunkirchen (Saar) tomtom Fr, 12/22/2017 - 06:18

Neunkirchen ist die zweitgrößte Stadt im Saarland und liegt im Bliestal. In Neunkirchen, das auch einen Zoologischen Garten hat, wird sehr viel Abwechslung geboten und man kann Zeuge eines gelungenen Strukturwandels werden, insbesondere wenn man sich das Alte Hüttenareal ansieht.

Neunkirchen ist gleich mehrfach spannend. Zum einen ist es eine Wiege der Montanindustrie, hat Wurzeln im Bereich Steinkohlebergbau und zum anderen kam in Neunkirchen Erich Honecker, in den 1970er und 1980er Jahren der mächtigste Politiker der DDR, zur Welt. Sein Elternhaus steht in der Kuchenbergstraße 88 im Stadtteil Wiebelskirchen. Klein Erich war der Sohn eines Bergarbeiters und ging mit 10 Jahren in die Kommunistische Kindergruppe in Wiebelskirchen und aus dem Saarland heraus ging es für ihn zum Studieren nach Moskau.

Die Fürsten von Nassau-Saarbrücken besaßen einst in Neunkirchen ein Renaissance-Schloss, das auf der Höhe des Oberen Marktes stand. Die Anlage wurde im Dreißigjährigen Krieg zerschossen, wieder aufgebaut und war im 17./18. Jahrhundert ein Jagdschloss. Heute sieht man in der Irrgartenstraße nur noch Reste von Türmen. Ortsbezeichnungen, die „Burg“ im Namen tragen, erinnern an das Schloss. Da wäre der Burgkeller zu nennen mit Teilen des einstigen Schloss-Gewölbekellers. Der Obere Markt war übrigens Mittelpunkt des Dorfes Neunkirchen, das 1922 Stadtrechte bekam.

Die katholische Pfarrkirche St. Marien wurde 1885 in neuromanischen Stil als Basilika auf einem kreuzförmigen Grundriss erbaut mit einem Mittelschiff und zwei Seitenschiffen, einem Querhaus und einer sich anschließenden Apsis. Vor der Kirche steht eine Mariensäule, die aus dem Jahr 1954 stammt. Am Oberen Markt steht auch das Rathaus der Kreisstadt Neunkirchen. Es ist rot und weiß.

Auch das Schloss im Namen trägt die Schlossbrauerei Neunkirchen. Erhalten hat sich davon der Sudturm in der Büchelstraße. Die Brauerei wurde 1838 gegründet und war bis 1988 im Besitz der Gründerfamilie Jacob Christian Schmidt. Es folgte eine Übernahme der Schlossbrauerei durch die Karlsberg Brauerei, die den Neunkirchener Standort 1997 aufgab. Der Sudturm wurde 1928 zweifarbig aus kubischen Elementen gebaut.

Hält man sich von Neunkirchen aus nördlich, kommt man in den Stadtteil Wiebelskirchen. Hier lockt das Naturschutzgebiet Bliesaue bei Wiebelskirchen. Die Auewiesen und das Ufer der Blies dienen den unterschiedlichsten Tier- und Pflanzenarten als bevorzugter Lebensraum. An Pflanzen haben sich u.a. Breitblättriges Knabenkraut, Haarstrang-Wasserfenchel und Wasserampfer angesiedelt. Als charakteristische Tierarten gelten Graureiher, Sumpf- und Teichrohrsänger, Schwarzkehlchen, Nachtigall, und Sumpfschrecke.

Sehenswert ist in Wiebelskirchen die katholische Dreifaltigkeitskirche. Sie wurde 1915-16 als dreischiffige Basilika mit vorangestelltem Turm im Stil des Neubarock errichtet. Außergewöhnlich ist die reiche Innenausmalung. Sie wurde von Christoph März ausgemalt, der auch als Malerpastor bekannt wurde. März war Pastor in Eschfeld, einem Ort auf dem Islek in der Eifel.

Südwestlich des Stadtkerns von Neunkirchen liegt das Naturschutzgebiet Kasbruch, ein unbesiedeltes Gebiet, das Neunkirchen von den Stadtteilen Furpach, Kohlhof und Ludwigsthal trennt. In Furpach besteht ein Hofgut, das bereits im Mittelalter bestand. Nach den Wirren der Geschichte zeigt es sich heute als 1821 erbautes Hofgut mit Herrenhaus und Wirtschaftsgebäuden.

Kategorien: Wandern

Runde von Oberammergau zum Laberjoch und zur Soila-Alm

Ich geh wandern - Do, 21/12/2017 - 19:28
Runde von Oberammergau zum Laberjoch und zur Soila-Alm Navigation starten (Beta)... tomtom Do, 12/21/2017 - 19:28 Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 4 Stunden 1 Min.
Höchster Punkt: 1660 m
Tiefster Punkt: 896 m
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Höhenprofil und mehr

Die ersten rund 4,7km könnten theoretisch mit der Laber-Bergbahn überbrückt werden, denn von Oberammergau gondelt die 1957 eröffnete Zweiseilumlaufbahn über 2.021m von etwa 900m im Tal auf den 1.681m hohen Laber in den Ammergauer Alpen.

Der Laber wird als einer der schönsten Aussichtsberge im Alpenraum genannt. Die Fernsicht reicht über das Estergebirge, den Karwendel und bis zum Wilden Kaiser. Hätten wir Bretter dabei und genügend Wagemut, könnten wir am Laber-Nordhang mit bis zu 84% Gefälle an einer der steilsten Skipisten Deutschlands runtersausen.

Start ist der Parkplatz nahe der St. Gregor Kapelle (1765) in Oberammergau. Wir biegen nicht direkt in den Schartenkopfweg ein, sondern gehen erst durch ein Sträßchen, parallel zur Ludwig-Lang-Straße. Wir unterqueren die Seile der Laber-Bergbahn und biegen nach rund 850m in den Schartenkopfweg. Step-by-step, durch teils offene Landschaft mit Wiesen und durch den Bergwald erwandern wir uns die schönen Aussichten. Nach rund 2,5km sind wir auf der Laberalm und auf 1.402m.

Weiter schrauben wir uns hinauf, unterwandern nochmal die Seile der Laber-Bergbahn und kommen über den Schartenkopf (1.634m). Der Schartenkopfweg bringt uns zur Bergstation am Laberjoch. Dann nehmen wir den Mandlweg, von dem aus man auf eine Skipiste gelangen kann. Man könnte die Runde mit einem Klettersteig zum Ettaler Mandl (1.634m) erweitern, aber wie gesagt: Klettersteig!

Unsere Tour führt uns als nächstes zum Soilasee, der aktuell auch „zuhause“ ist. Im Sommer kann er schon mal trockenfallen. Kurz drauf kommen wir zur malerisch gelegenen Soila-Alm, die zur Sommerzeit bewirtschaftet ist. Abwechslungsreiche Wiesen und Baumgruppen, sowie Bergwälder begleiten uns auf dem weiteren Abstieg. Wir kommen an dem Punkt vorbei, wo die Laine ihren Lauf an die Große Laine übergibt, die das gesammelte Wasser der Ammer überlässt.

Wir mäandern uns in Kehren entlang dem Kühberggraben und kommen zur Sankt-Gregor-Kapelle von Oberammergau zurück. Wenn man schon mal da ist, empfiehlt sich ein Ortsrundgang durch den Kern von Oberammergau, westlich von uns, mit Baudenkmälern sowie Lüftlmalereien, der St. Peter und Paul Kirche oder dem Museum mit seinen Holzschnitzereien.

Bildnachweis: Von Gentlesea [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

Kategorien: Wandern

Durch den Dämmer Wald und den Lichtenhagen (Schermbeck)

Ich geh wandern - Do, 21/12/2017 - 06:36
Durch den Dämmer Wald und den Lichtenhagen (Schermbeck) Navigation starten (Beta)... tomtom Do, 12/21/2017 - 06:36 Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 3 Stunden 21 Min.
Höchster Punkt: 67 m
Tiefster Punkt: 33 m
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Höhenprofil und mehr

Zwischen Niederrhein und Münsterland liegt Schermbeck, umgeben von der Natur und nah am Ruhrgebiet. Ein Ortsteil ist Altschermbeck, von dem aus wir heute zwei Naturschutzgebiete im Naturpark Hohe Mark-Westmünsterland erwandern.

Zunächst geht es durchs Naturschutzgebiet Lichtenhagen und dann ins Naturschutzgebiet Dämmer Wald. Abwechslung bietet nicht nur die Landschaft, sondern auch die Geschichte mit der Klever Landwehr, die wir überschreiten, wo vermutet wird, dass es sich dabei um einen Grenzwall aus der Zeit der Römer in Germanien handelt.

Wir gehen im Uhrzeigersinn und haben etwas über 30m Höhenunterschiede auf der Runde durch den beliebten Dämmer Wald (auch Dämmerwald geschrieben), der rund 1.400ha ausmacht, zum Staatsforst Wesel gehört und wo sich etliches Wild zwischen teils recht alten Bäumen (Eichen- und Buchenmischwald) tummelt. Mäandrierende Bachläufe wirken ebenfalls anziehend.

Start ist der Parkplatz an der Erler Straße und wir gehen zur St. Ludgerus Kirche im Stil der Neoromanik (1915). Die Mittelstraße bringt uns auf die Straße Bösenberg und zum Lauf des Schermbecker Mühlenbachs. Kurz drauf gehen wir entlang des Oberen Mühlenteichs und des Unteren Mühlenteichs. Dann stoßen wir auf die Straße Lichtenhagen. Über den Bollsweg geht es hinaus ins Grüne.

Wir biegen nach links in den Weg Auf der Krote ein, dann rechts auf den Waldweg. Von Menschenhand kultivierte Landschaft mit Feldern und Wald wechseln sich ab. Nach rund 3km treffen wir auf die Klever Landwehr.

Kurz drauf sind wir an der Grenze zum Naturschutzgebiet Lichtenhagen. Das ist ein einstiges Tonabgrabungsgebiet im Naturraum „Niederrheinische Sandplatten“. Hier hat sich ein schützenswerter Biotopkomplex aus Heideflächen, Stillgewässern, Auen- und Eichenwäldern gebildet. Man kann mit Glück und Obacht zum Beispiel Feuersalamander oder Moorfrösche finden sowie Eisvögel sehen.

Unser Weg heißt „Zum Jakobsbrunnen“, führt uns über den Waldbach ins Naturschutzgebiet Dämmer Wald. Über den Jägerheideweg und Klusenweg tauchen wir immer tiefer in das von einigen Wander- und Radrouten durchzogenen Waldgebiet ein. Vom Klusenweg biegen wir nach gesamt 7,7km nach rechts ab, gehen nach einem weiteren Kilometer erneut rechts Zum Abendhorst.

Der Weg Lichtenhagen bringt uns noch mal durch das Naturschutzgebiet Lichtenhagen und über die Landwehr. Beim Angelparadies treffen wir auf den Unterer Schermbecker Mühlenbach, wir umgehen dann das Gebiet im Bruch mit einem kleinen Weiher und folgen dann dem Schermbecker Mühlenbach auf die Lessingstraße, wo sich kurz drauf die Runde schließt.

Bildnachweis: Von Daniel Ullrich (Threedots) [GFDL] via Wikimedia Commons

Kategorien: Wandern

Fürth im Ostertal (Ottweiler)

Ich geh wandern - Do, 21/12/2017 - 06:10
Fürth im Ostertal (Ottweiler) tomtom Do, 12/21/2017 - 06:10

Der Ottweiler Stadtteil Fürth liegt im Ostertal. Die Oster ist ein knapp 31km langer Fluss, entspringt bei Oberkirchen und mündet bei Wiebelskirchen in die Blies. Wenn man heute durch das Ostertal wandert, kann man Zeuge des Ergebnisses der Renaturierung der Oster werden, die seit 1990 abschnittweise umgesetzt wurde. Jetzt plätschert sie wieder wild und munter.

Wo ein Bach ist, vermutet man nicht zu Unrecht eine Mühle und die hat Fürth, das einstige Bergmanns- und Bauerndorf, mit der Wern’s Mühle zu bieten. 1841 war der Beginn der Mühle in Fürth. Sie erhielt in den Folgejahren Anbauten und wurde eine Ölmühle (Stampfmühle). So wie sie 1877 war, ist sie heute noch zu sehen. Der Mahlbetrieb endete 1959 und seit 1990 ist Wern’s Mühle ein Ölmühlenmuseum.

Ein weiterer historischer Bau in Fürth ist der alte Kirchturm, genannt Römerturm. Der spätgotische Turm wurde im 15. Jahrhundert gebaut, also Mittelalter, nicht zur Römerzeit. Der heute etwas einsam wirkende Turm mit dem Satteldach war Teil einer zuletzt evangelischen Kirche. Die verfiel allerdings im 18. Jahrhundert.

Auch einen Römer im Namen und auch nichts mit dem frühen Volk zu tun, hat die Römerbrücke in Fürth. Sie wurde um 1550 aus Sandsteinquadern gebaut, hat vier Bögen und hatte mal einen Brückenheiligen dabei, jetzt ein verwaister Sockel. Die Brücke wurde für Fußgänger ausgebaut und man sollte sich die Gitterkonstruktion oben wegdenken und sich nur die historische Substanz ansehen, um den einstigen Charakter der Brücke zu erleben.

Durch das Ostertal führt die Ostertalbahn von Ottweiler bis hinauf nach Schwarzerden, einem Ortsteil von Freisen. Seit einigen Jahren fährt hier eine Museumsbahn, die zu besonderen Anlässen auch mit Dampflokbespannung unterwegs ist.

Kategorien: Wandern

Traumschleife Oppig-Grät-Weg

Ich geh wandern - Do, 21/12/2017 - 05:47
Traumschleife Oppig-Grät-Weg Navigation starten (Beta)... tomtom Do, 12/21/2017 - 05:47 Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Stunden 3 Min.
Höchster Punkt: 394 m
Tiefster Punkt: 223 m
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Höhenprofil und mehr

Oppig-Grät-Weg? Wer kommt denn auf so einen Namen? Nun, es sind die Saarländer. Die nennen eine Schlucht gerne schonmal „Grät“ und so heißt das schluchtartige Tal des Oppigbachs südlich des Losheimer Sees schlicht Oppig Grät.

Dieses Bachtal ist Ziel einer der Traumschleifen am Saar-Hunsrück-Steig. Und wenn man zu diesem illustren Zirkel gut vermarkteter Premiumwanderwege zählt, dann muss man natürlich auch mit Wanderlaien rechnen. Deshalb ist die Oppig Grät offiziell im Winter (November bis etwa Ende März) gesperrt. Klar: Wir machen im Winter ja auch die Alpen zu wegen erhöhter Gefahr. Unverständlich!

Aber egal, man kann den Weg natürlich trotzdem laufen und wenn man tatsächlich nicht durch die Schlucht kommt eine Umgehung wählen. Startpunkt der Traumschleife ist am Dorfplatz in Rimlingen, einem Ortsteil der Gemeinde Losheim am See.

Wir wandern los, passieren einen Aussichtspunkt mit schönem Blick auf Rimlingen und kommen nach einiger Zeit über den Kopp ins Bormingbachtal. Vorbei am Waldhof geht es weiter auf Losheim am See zu.

In Serpentinen geht es hinauf zur 1988 gebauten Donatuskapelle auf dem Galgenberg (401m) mit einem schönen Blick auf Losheim am See und zum Hunsrücker Hochwald.

Jetzt geht es, entlang von Streuobstwiesen, Richtung Oppig Grät. Die Schlucht ist nur rund einen halben Kilometer lang, hat aber eine schöne, fast exotische Ausstrahlung. Seltene Schachtelhalme und europäische Lianen säumen den Weg, an dessen Ende ein knackiger Aufstieg zum Rand der Oppig Grät führt.

Am Ende der Oppig Grät leitet die Traumschleife rechter Hand und man wandert wieder zurück nach Rimlingen, vorbei an einer Wanderhütte des Saarwald-Vereins. Zurück in Rimlingen kann man noch einen Blick auf die katholische Pfarrkirche Heilig Kreuz werfen. Die Heilig Kreuz Kirche gehört zu den älteren Gotteshäusern in der Region. Der romanische Turm stammt wohl aus dem 12. Jahrhundert. Und wem eher der Sinn nach körperlicher Stärkung steht, kann auf das gastronomische Angebot im Ort zurückgreifen.

Kategorien: Wandern

Rundwanderung Nußberger Weiher, Bernrieder Park und Starnberger See

Ich geh wandern - Mi, 20/12/2017 - 19:27
Rundwanderung Nußberger Weiher, Bernrieder Park und Starnberger See Navigation starten (Beta)... tomtom Mi, 12/20/2017 - 19:27 Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Stunden 5 Min.
Höchster Punkt: 648 m
Tiefster Punkt: 583 m
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Höhenprofil und mehr

Das wird eine wundervoll abwechslungsreiche Runde am südwestlichen Ufer des Starnberger Sees. Von Bernried-Hapberg aus geht es zu den Seen rund um Nußberg und aus den Höhenlagen hinab ans Ufer des Starnberger Sees, durch den Bernrieder Park und Bernried mit Kloster Bernried. Es gibt viel zu sehen!

Vom Bahnhof Bernried (wird von der Kochelseebahn von Tutzing aus mit Anschluss nach München bedient) im Ortsteil Hapberg gehen wir durch die Zugspitzstraße zur Weilheimer Straße, die uns nach links aus dem Ort bringt. Wiesen und kultivierte Landschaft begleiten uns.

Wir biegen von der Straße ab, gelangen über den Prälatenweg zum Neusee, um den wir eine Runde drehen. Wobei man einschränkend sagen muss, der Neusee musste vor einigen Jahren abgelassen werden, man sah Sanierungsbedarf. Der See ist privat, wird aber von der Gemeinde als Ausgleichsfläche angeführt, die geschätzten Kosten der Sanierung machen es nicht leichter. In 2017 wurde doch noch mal etwas Wasser eingelassen – man könnte sagen, das Gebiet ist ein Amtsschimmelareal. Aber auch Seen, die man nicht mehr wirklich sieht, sind des Sehens würdig.

Dann kommen wir auf den Prälatenweg zurück und treffen auf eine ganze Weiher-Familie rund um das Gehöft Nußberg, die man deshalb auch als Nußberger Weiher bezeichnet. Als erstes den Hapberger Weiher, etwas dahinter liegt der Hausweiher. Rechterhand vom Sträßchen durch Nußberg, wo es auch eine kleine Hofkapelle (1843) gibt, breitet sich der eigentliche Nußberger Weiher aus, er ist der größte in der Familie und hat an der Hand einen kleinen Fischteich, dahinter ist der Schwabweiher. Gegenüber sind Fisch- und Froschteiche und linkerhand der Bernrieder Weiher. Das Seenvergnügen gehört zur Gemeinde Seeshaupt. Die Nußberger Weiher wurden zwecks Fischzucht angelegt und gehörten historisch betrachtet zum Kloster Bernried.

Wenn wir etwa 5,7km gegangen sind, lassen wir die Seen hinter uns, gehen durch Wald, überqueren die Seeshauptner Straße und folgen der Tutzinger Straße hinunter nach Seeseiten, mit dem Seeseitenbach. Der Starnberger See liegt rechts von uns. Links ist, von einem großen Park umgeben, der kubische Bau von Schloss Seeseiten, das ist Wohnsitz des milliardenschweren August von Finck (u.a. Mövenpick). Das sogenannte Landhaus von der Pfordten ist im Stil des Spätklassizismus.

Über den Reitweg geht es auf den Fernwanderweg König-Ludwig-Wanderweg durch den Bernrieder Park, der auch Wilhelmina-Busch-Woods-Stiftungspark genannt wird, nach der letzten Besitzerin, die ihn zur Stiftung machte, damit er öffentlich zugänglich wird. Der Park wurde im englischen Landschaftsstil angelegt. Wiesen, Buschwerk, Bäume und Baumgruppen sowie Badebuchten machen ihn recht reizvoll.

Dann kommen wir nach Bernried und könnten einen Abstecher zum Kloster Bernried unternehmen. Es wurde 1121 St. Martin geweiht. Die Stiftskirche der Augustiner-Chorherren stammt im Kern aus dem 12. Jahrhundert und wurde mehrfach verändert, man sieht Barock. Wir biegen wieder auf den Reitweg ein, spazieren zwischen den Grundweihern durch und sind in Hapberg zurück.

Bildnachweis: Von GFreihalter [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

Kategorien: Wandern

Haard-Rundwanderung zum Feuerwachturm auf dem Rennberg

Ich geh wandern - Mi, 20/12/2017 - 11:57
Haard-Rundwanderung zum Feuerwachturm auf dem Rennberg Navigation starten (Beta)... tomtom Mi, 12/20/2017 - 11:57 Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Stunden 40 Min.
Höchster Punkt: 147 m
Tiefster Punkt: 60 m
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Höhenprofil und mehr

Die drei höchsten Anhöhen auf der Haard, einem beliebten Naherholungsgebiet zwischen Recklinghausen und Haltern am See, sind der Stimberg mit 157m, der Rennberg mit 139m und der Farnberg mit 136m.

Die Haard ist eine bewaldete Hügellandschaft und wird auch gerne als grüne Lunge des Ruhrgebiets bezeichnet. Reit-, Rad- und Wanderwege locken die Erholungsuchenden in das rund 55km² große Gebiet, in dem sich auch Naturschutzzonen finden lassen.

Nördlich fließt der Wesel-Datteln-Kanal, der eine wichtige Schifffahrtsverkehrsader ist. Wir starten südlich von Flaesheim, in der Nähe füllt der Kanal das Baggerloch Flaesheim. Beim Sportzentrum und dem Spielplatz ist Einstieg in die Runde, an der Hügelgräberfundstätten liegen. Wir gehen mit der Uhr, erst durch Wald und Wiese, danach geht es aufwärts über den 123m hohen Dachsberg. 

Nach gesamt rund 3,3km sind wir beim Feuerwachturm Rennberg. Der Stahlturm hat auf einer Höhe von 32m eine Aussichtsplattform, die man nach etwas über 140 Stufen erreicht. Von hier aus fällt der Blick über die Haard und bis nach Flaesheim oder zur Schleuse am Wesel-Datteln-Kanal. Bei klarer Sicht legt sich einem das Ruhrgebiet und Münsterland zu Füßen.

Vom Herzogsweg biegen wir nach links in den Tiefer Weg ein, kommen zur Kreuzung am Dicken Stein und folgen dem Flaesheimer Weg über den Weseler Berg (126m). Den Weg verlassend zieht es uns in Richtung General Blumenthal Schachtanlage Haltern 1/2. Die Anlagen wurden 1999 aufgegeben und in der Folgezeit verfüllt. Oberirdisch ist quasi nichts mehr zu sehen, außer dass es da mal was gab. Die „Steppe“ im Wald liegt links unseres Weges. 

Nach rund 7km gelangen wir auf den Halterner Weg, folgen ihm, stoßen kurz auf die Recklinghäuser Straße (L551), halten uns gen Osten, kommen an einer langgestreckten Felderlandschaft namens Herzogstal vorbei. Als letzten Hügel auf der Tour umrunden wir den Finkenberg (132m). Die letzten 2km geht es in nordöstliche Richtung und hinunter zum Ausgangsort zurück.

Bildnachweis: Von Mag4music [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

Kategorien: Wandern

Harzer Klosterwanderweg Etappe Vienenburg - Goslar

Ich geh wandern - Mi, 20/12/2017 - 06:29
Harzer Klosterwanderweg Etappe Vienenburg - Goslar Navigation starten (Beta)... tomtom Mi, 12/20/2017 - 06:29 Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Stunden 27 Min.
Höchster Punkt: 270 m
Tiefster Punkt: 136 m
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Höhenprofil und mehr

Eigentlich stimmt der Etappentitel so nicht, denn Vienenburg ist seit 2014 ein Stadtteil von Goslar. Wir wandern also nicht von einem Ort zum anderen, sondern vom Stadtteil Vienenburg in die Altstadt von Goslar, der alten Kaiserstadt am Harz, die seit 1992 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.

Wir beginnen unsere Tour auf dem Harzer Klosterwanderweg am Vienenburger See und folgen dem See und dem Okertal rund anderthalb Kilometer. Dann stehen wir am Kloster Wöltingerode. Gegründet wurde Kloster Wöltingerode im 12. Jahrhundert. 1676 brannte es und danach erfolgte ein Neubau im barocken Stil – inklusive einer Klosterbrennerei (1682).

Die Klosterbrennerei tut’s heute noch und die Klosterbrände sind ein beliebtes Mitbringsel vieler Harzurlauber. Ebenfalls am Kloster Wöltingerode befindet sich eine eigene Brauerei und das Lachs-Infocenter, das über den Besatz örtlicher Gewässer mit Atlantischen Lachsen berichtet.

Vom Kloster Wöltingerode führt der Harzer Klosterwanderweg weiter nach Immenrode und dann zum Gut Grauhof, das einstmal ein Kloster Grauhof war. Zum Kloster gehörte die Stiftskirche St. Georg, die von ihrer Bauart her einzigartig für den norddeutschen Raum ist. Auf der Westempore befindet sich eine bedeutende, fast vollständig original erhaltene Barockorgel des Orgelbauers Christoph Treutmann von 1737, die wegen ihrer Klangqualität schon öfters für CD-Produktionen genutzt wurde.

Das letzte Wegstück führt uns nun durch die Goslarer Stadtteile Jürgenohl und Georgenberg zum Köppelsbleek und weiter zur evangelischen Neuwerkkirche. Die wurde im 12. Jahrhundert als Klosterkirche gebaut und ist ein stilreines Beispiel für die romanische Bauweise.

Harzer Klosterwanderweg Etappen

Harzer Klosterwanderweg Etappe 1Harzer Klosterwanderweg Etappe 2Harzer Klosterwanderweg Etappe 3Harzer Klosterwanderweg Etappe 4

Kategorien: Wandern

Ottweiler

Ich geh wandern - Mi, 20/12/2017 - 06:05
Ottweiler tomtom Mi, 12/20/2017 - 06:05

Ottweiler im Bliestal ist bekannt für seine wundervolle Altstadt mit dem Wehrturm Zibbelkapp aus dem 15. Jahrhundert. Um die 120 Einträge umfasst die Denkmalliste. Im Norden der Altstadt sind Reste der Stadtmauer erhalten. Die meisten Wohnhäuser der Altstadt stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, einige nahe dem Rathaus gehen auch auf das 16. Jahrhundert zurück.

Die einstige Residenzstadt der Grafen von Nassau-Saarbrücken ist heute Verwaltungssitz des Landkreises Neunkirchen und neben Saarbrücken, Zweibrücken und Blieskastel eine der vier Städte an der Barockstraße Saar-Pfalz. Eine Klostergründung im Jahr 871 im Ottweiler Stadtteil Neumünster 871 war der Ursprung der Stadt, die mit den Grafen ihren Höhepunkt erlebte und 1550 vom Kaiser Karl V. die Stadtrechte erhielt.

Den niedlichen Namen Zibbelkapp erhielt der Alte Turm, der das Wahrzeichen von Ottweiler ist und gleichsam für den gesamten historischen Stadtkern von Ottweiler steht. Der Alte Turm ist 47m hoch, 21m entfallen dabei auf die Turmhaube – daher der Beiname Zibbelkapp. Dass die Zipfelmütze mit Wichhäuschen einst ein Wehrturm war, darauf deuten die 3m Mauerstärke, die Schießscharten und der Eingang, der etwa 11m hoch gelegen ist, hin. Gebaut wurde er wahrscheinlich im ersten Drittel des 15. Jahrhunderts.

Geht man bei einer Führung mit dem Türmer in den Alten Turm, findet sich hinter dem Eingang das sogenannte Angstloch. Durch das kommt man in das Sockelgeschoss. Zeitweilen freiwillig, und zu einer anderen Zeit auch als Gefangener, der an einem Seil hinuntergelassen wurde. Rund 135 Stufen führen in die Spitze des sanierten Turms mit dem gotischen Dachstuhl und da hängen dann 30 Glocken auf einer Ebene.

Die Glocken läuten für die evangelische Kirche in der Kirchstraße. Einst war sie eine 1477 durch das Kloster Neumünster errichtete Kapelle. 1684 übernahmen dann die Protestanten das Haus und nutzten es als ihre Pfarrkirche. Es folgten Erweiterungen. Jene aus der Mitte des 18. Jahrhunderts gehen auf Friedrich Joachim Stengel zurück. Das Hauptportal entstand im Stil des Barock und hat eine doppelläufige Freitreppe, man findet aber durchaus auch noch gotische Elemente am Sakralbau. Im vergangenen Jahrhundert wurden Glasfenster von Georg Meistermann eingesetzt.

Auf den Barock-Baumeister Stengel gehen zwei weitere sehenswerte Bauten in Ottweiler zurück. In der Wilhelm-Heinrich-Straße steht das ein schönes Stadtpalais, das 1757 als Witwensitz für des Fürsten Gattin Sophie Erdmuthe aus rotem Sandstein gebaut wurde. In dem Witwenpalais ist heute der Sitz des Landratsamts.

In der Bliesstraße und gleich benachbart zum dahinlaufenden Fluss ist der von Stengel 1758 geplante Pavillon entstanden. Der heute sogenannte Stengel-Pavillon war ein Ersatz des wegen Baufälligkeit abgetragenen Renaissance-Schlosses und wurde als eine Art Jagd- und Lustschlösschen gebaut. Es zeigt sich mit Brunnen davor, zweigeschossig und mit einem rocaillegezierten Portal unter einem Mansarddach. Einst umgab den Pavillon ein Wassergraben und man schritt über eine Brücke auf die „Lustinsel“.

Im Jahr 2000, anlässlich des Jubiläums von 450 Jahren Stadtrechte übergab der Landkreis Neunkirchen Ottweiler den wunderschön um den Pavillon angelegten Rosengarten Ottweiler. Der Landkreis ist nämlich der einzige, der sich seit 1985 auch Rosenkreis nennt, da er 20.000 Rosenstöcken in sechs Gärten eine Erde bietet. Der Rosengarten am Pavillon ist frei zugänglich.

Das älteste Haus in Ottweiler stammt aus dem Jahr 1444 und steht in der Goethestraße 8. Es geht auf das Kloster Neumünster zurück und war das Nonnenhaus. Es war bis 1576 Benediktinerinnenkloster. Es steht zudem im inneren Teil des früheren Zwingers.

Auch alt und erwähnenswert ist das Hesse Haus aus dem Jahr 1590. Es steht in der Schlossstraße und man erkennt es an dem Allianzwappen von Nassau-Saarbrücken. Vor dem Hess Haus steht der Quakbrunnen. Der Quakbrunnen im historisierenden Stil stammt aus dem Jahr 1934 und wurde auf einem Heimattag eingeweiht, der eine Propagandaveranstaltung war – für die Rückkehr des Saarlandes.

Vom Platz am Zibbelkapp führt ein Durchgang zum Rathausplatz. Hier stehen auch einige sehenswerte Gebäude mit ihrem Giebel zur Platzmitte, teils mit Fachwerk, teils verputzt. Das Alte Rathaus ist das mit dem Glockentürmchen auf dem hohen Walmdach. Das dreigeschossige Rathaus wurde 1717 erbaut, unten verputzt und oben mit Fachwerk.

In Ottweiler gibt es mehrere Museen. Das bekannteste dürfte das Saarländische Schulmuseum Ottweiler sein. Tausend Jahre Schulgeschichte sind hier unter einem Satteldach aus de, 18. Jahrhundert. Da kann man nicht nur was zur Rechenmaschine erfahren, sondern auch zur Lesemaschine.

Verlässt man Ottweiler nach Westen über die B 420, kommt man in den Stadtteil Steinbach. Zwischen Steinbach und Ottweiler erhebt sich der Betzelhübel (401m) und auf dem steht seit 2013 der Panoramaturm Betzelhübel. Von 24m hohen Panoramaturm Betzelhübel hat man einen guten Rundumblick in weite Teile des Saarlands, zu den Höhenzügen des Hunsrücks und natürlich auf Ottweiler.

Kategorien: Wandern

Schwabinger Bucht, Isarinsel Oberföhring und Englischer Garten (München)

Ich geh wandern - Di, 19/12/2017 - 19:18
Schwabinger Bucht, Isarinsel Oberföhring und Englischer Garten (München) Navigation starten (Beta)... tomtom Di, 12/19/2017 - 19:18 Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Stunden 4 Min.
Höchster Punkt: 516 m
Tiefster Punkt: 497 m
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Höhenprofil und mehr

Mit seinen 375ha gehört der Englische Garten in München zu den größten Parkanlagen der Welt. Es gibt einen stärker frequentierten Südbereich, der ursprüngliche Teil, und einen weniger bespielten Nordbereich, die Hirschau.

Letzterer umfasst aufgerundet zwei Drittel der Gesamtfläche, von der wir zwischen Isarring und Föhringer Ring einen Teil erkunden werden: mit Isar, Isarkanal und Isarinsel Oberföhring, sowie den Schwabinger Bach oder den Oberstjägermeisterbach, Entenfallweiher und Stauwehr. Das Erlebnis Biergarten fehlt auch nicht.

Der Englische Garten ist der erste Volkspark auf dem Kontinent und geht auf das Jahr 1789 zurück. Kurfürst Carl Theodor, der eigentlich lieber die Niederlande gehabt hätte, begann München umzugestalten. Dabei bestimmte er, dass für die Soldaten ein Garten angelegt werden solle, damit sie zu Friedenszeiten beschäftigt seien und was über Landwirtschaft lernen. Auch solle der Garten für alle zugänglich sein. Wer Land pflegt, verwüstet es nicht. Aus dem Militärgarten wurde der Volkspark.

Insgesamt ziehen sich 78km Wegenetz durch den Englischen Garten. Wir werden rund 2h durch das Gelände spazieren, im Uhrzeigersinn. Start und Ziel ist der U-Bahnhof Studentenstadt. Durch die Grasmeierstraße geht es zur Schwabinger Bucht, vom Schwabinger Bach umflossen, den wir überqueren. Links von uns ist der Libellenteich und der Entenfallweiher, der vom Oberstjägermeisterbach gespeist wird. 

Wir kommen über die 96m lange Sankt Emmeram-Brücke über die Isar. Die Fachwerkbrücke (2005) ist überdacht und liegt im Oberföhringer Ortsteil St. Emmeram. Wir sind auf der Isarinsel Oberföhring. Links fließt der Isarkanal, rechts die Isar. Neben dem Flaucher bietet die Isarinsel Plätze zum Grillen am Wasser an.

Wir sehen das imposant lang gestreckte Stauwehr Oberföhring, dass die Isar 6m aufstaut, um das Wasser zumeist in den Mittleren Isarkanal zu leiten, wo Laufwasserkraftwerke Strom erzeugen. Wir gehen über das Wehr und biegen in die Baumschulstraße ein. Beim Minihofbräuhaus biegen wir links ab, kommen an der Betzwiese und Rattenhuberwiese vorbei zum Biergarten Hirschau.

Wir passieren den Oberstjägermeisterbach, wählen den Werneckeweg, vorbei an Zöllnerwiese, Vogelherdwiese, Rumfordwiese, Siebenbuchenwiese und kommen am Amphitheater im Englischen Garten vorbei, wo das Münchner Sommertheater spielt.

Fasanenweg, Seidelweg, Friedrich-Ludwig-von-Sckell-Straße bringen uns an den Schwammerlweiher. Werneckeweg und Regentenweg begleiten uns zurück auf die Grasmeierstraße zum U-Bahnhof Studentenstadt.

Bildnachweis: Von Wind [CC BY-SA 2.0] via Wikimedia Commons

Kategorien: Wandern

Harzer Klosterwanderweg Etappe Ilsenburg - Vienenburg

Ich geh wandern - Di, 19/12/2017 - 13:04
Harzer Klosterwanderweg Etappe Ilsenburg - Vienenburg Navigation starten (Beta)... tomtom Di, 12/19/2017 - 13:04 Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 3 Stunden 56 Min.
Höchster Punkt: 324 m
Tiefster Punkt: 123 m
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Höhenprofil und mehr

Wir starten unsere heutige Wanderung auf dem Harzer Klosterwanderweg in Ilsenburg am Marktplatz. Vorbei am Forellenteich gehen wir durch die Kastanienallee hinaus aus Ilsenburg, streifen kurz den Nationalpark Harz und kommen durch waldiges Gelände ins Eckertal.

Die Ecker ist ein 26km langer Zufluss der Oker und ist heute im Oberlauf die natürliche Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Bis 1990 verlief hier die innerdeutsche Grenze. Daher treffen wir im Eckertal natürlich auf einen weiteren Harzer Fernwanderweg, den Harzer Grenzweg nämlich, der dem ehemaligen Grenzverlauf folgt.

Wir kommen zum Gelände der früheren Kuranstalt Jungborn, die im Zuge der innerdeutschen Grenzsicherung in den 1960er Jahren abgerissen wurde. Heute gibt es hier einen Rastplatz und die Möglichkeit, sich einen Stempel für die Harzer Wandernadel zu holen.

Dann kommen wir in den kleinen Ort Eckertal, der zu Bad Harzburg zählt. Hier wurde am 11. November 1989 nach Berlin erstmals die innerdeutsche Grenze geöffnet. Wir folgen weiter dem Lauf der Ecker abwärts und kommen über Abbenrode zur Bundesstraße B 6. Die wird gequert und der Harzer Klosterwanderweg leitet weiter nach Wiedelah, einem Stadtteil von Goslar. Hier mündet die Ecker übrigens in die Oker.

Wir passieren bei Wiedelah erst die Ecker, dann die Bahntrasse, dann die Oker und dann die Autobahn A 395 und kommen so nach Vienenburg, seit 2014 ebenfalls ein Stadtteil von Goslar. Die Tour endet am 17ha großen Vienenburger See, der – entstanden aus einer ehemaligen Kiesgrube – in den 1970er Jahren zu einem Freizeitsee entwickelt wurde.

Bildnachweis: Von Okernick [GFDL] via Wikimedia Commons

Harzer Klosterwanderweg Etappen

Harzer Klosterwanderweg Etappe 1Harzer Klosterwanderweg Etappe 2Harzer Klosterwanderweg Etappe 3 - Harzer Klosterwanderweg Etappe 4

Kategorien: Wandern

Durch Kruppwald und Essener Stadtwald zur Klusenkapelle

Ich geh wandern - Di, 19/12/2017 - 06:42
Durch Kruppwald und Essener Stadtwald zur Klusenkapelle Navigation starten (Beta)... tomtom Di, 12/19/2017 - 06:42 Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Stunden 12 Min.
Höchster Punkt: 166 m
Tiefster Punkt: 77 m
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Höhenprofil und mehr

Nordwestlich des Baldeneysees liegen die Essener Stadtteile Stadtwald und Bredeney. Bredeney wird als „Grüne Lunge“ bezeichnet. Davon werden wir uns auf der Runde durch Stadt- und Kruppwald überzeugen können. Auch können wir einen Abstecher in den Hügelpark mit der Villa Hügel unternehmen, mit Museumsbesuch, wenn wir Zeit und Lust haben.

Wir starten an der Bahn in Essen-Stadtwald. Gegenüber, hinter der Bahn, ist die Arkanum Ahorn-Residenz für Senioren. Wir schlagen uns ins Grün und streben dem Schillerbrunnen zu. Kurz drauf passieren wir die Wittenbergstraße, gehen am Sportplatz Schillerwiese vorbei, überqueren die Eichenstraße und sind im Waldpark mit Teichen und im Stadtwald Essen. Wir kommen am Tennisclub Schwarz-Weiß vorbei und sind in Höhenlage. Es geht etwas bergauf, von rund 134m auf 154m auf den nächsten knapp 600m, über die Frankenstraße durch den Stadtwald.

Nach etwa 2,3km geht es bergab und zur Klusenkapelle, die wir nach circa einem weiteren halben Kilometer erreichen. Die Klusenkapelle St. Ägidius wurde wahrscheinlich vor 1300 aus gebrochenem Ruhrsandstein gebaut. Obenauf ist ein kleiner Dachreiter und nahebei findet sich die Ausflugsgastronomie Zur Kluse, speziell im Sommer wegen des Biergartens eine beliebte Anlaufstelle für Essener.

Über das Sträßchen An der Kluse betreten wir den Kruppwald mit vielen Buchen und Eichen. Nach 3,7km haben wir bei 77m den tiefsten Punkt der Runde erreicht. Auf den nächsten 1,3km gehen wir bis auf rund 160m hinauf, in einem Bogen um dem Hügelpark, wobei wir am Brandenbusch vorbei auf den Hügelweg stoßen und bis zum Haupteingang Hügelpark wandern. Die Pracht und Herrlichkeit mit meisterlicher Schreinerarbeit der Villa Hügel (269 Räume!), gebaut von Alfred Krupp, wollen wir uns ein anderes Mal ansehen. Heute ist uns mehr nach unbearbeiteten Hölzern und Waldluft.

Davon genießen wir auf den weiteren 3km bis in die Bebauung von Bredeney reichlich. Auf dem Weg dahin treffen auf die Bredeneyer Straße nördlich von Volkeskotten, kommen am Naturdenkmal Krügerblick vorbei und gehen auf dem Krügerpfad durch den Bredeneyer Gemeindewald, wo wir dem Wolfsbach begegnen. Dann geht es nach Bredeney hinein und zwar über die Meisenburgstraße, an den Kleingärten vorbei und über die Prinz-Adolf-Straße zum Kriegerdenkmal. Gegenüber ist der Friedhof und etwas davon entfernt steht die St. Markus Kirche, die neuzeitlich aussieht, aber aus dem Jahr 1880 stammt.

Wir biegen in die Straße Markuspfad ein, wo sich einige denkmalgeschützte noble Wohnhäuser einer Siedlung befinden, die in den 1920er Jahren gebaut wurden. Wir halten uns rechts, gehen durch die Straße Hohe Buchen und dann links ein Stück Frankenstraße und erneut links in die Kruppallee mit Wald rings um uns. Überwiegend waldig bleibt es auch auf den letzten 3km.

Bildnachweis: Von Heide Krome [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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Blies-Hügelland

Ich geh wandern - Di, 19/12/2017 - 06:05
Blies-Hügelland tomtom Di, 12/19/2017 - 06:05

Die Blies fließt von Nord nach Süd durch den saarländischen Landkreis Neunkirchen. Links und rechts zieht sich eine sanfte Hügellandschaft, die mancherorts ordentlich umgegraben wurde, gab es doch bei Neunkirchen einiges an Bergbau und in diesem Zuge auch Eisenverhüttung.

Das Neunkircher Eisenwerk bestand von 1593 bis 1982 und war zwischenzeitlich eines der führenden Stahlstandorte Deutschlands. Heute lädt das Alte Hüttenareal Neunkirchen mit zahlreichen Kulturangeboten.

Schöne Natureindrücke sammelt man am Panoramaturm Betzelhübel, an der Bliesaue bei Wiebelskirchen, an den Heinitzer Weihern, dem Naturdenkmal Steinrutsch, der Redener Halde und dem Galgenbergturm.

Sehenswert sind auch die Rosengärten im Blies-Hügelland. Der Landkreis Neunkirchen ist der einzige Landkreis in Deutschland, der sich Rosenkreis nennen darf. Einen Eindruck, was es damit auf sich hat, bekommt man z.B. am Rosengarten Wemmetsweiler, dem Rosengarten Galgenberg, dem Rosengarten Ottweiler und dem Rosengarten Finkenrech.

Lohnenswert ist auf jeden Fall ein Besuch des historischen Stadtkerns von Ottweiler mit dem Zibbelkapp genannten Alten Turm, dem Witwenpalais und dem Nonnenhaus von 1444. Anschauen sollte man sich auch Wern’s Mühle, das Haus Lion, Schloss Buseck, das Fördergerüst Grube Itzenplitz, das Rathaus Wemmetsweiler und Burg Kerpen.

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